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Die Kritik an der Volksschule ist ungebrochen, Privatschulen und Hausunterricht finden bei vielen Eltern Anklang. Soll man sein Kind heute noch vom Staat unterrichten lassen?

Katharina Fontana, Weltwoche

Rund 2500 Kinder werden in der Schweiz derzeit zu Hause unterrichtet, die Zahl nimmt rasant zu – nicht nur wegen der «Frommen». Nirgends aber sind die kantonalen Vorgaben so unterschiedlich wie beim Homeschooling: Die einen Kantone lassen es bewilligungsfrei zu, andere verhindern es.

Jörg Krummenacher, NZZ

«Homeschooling-Kinder schlagen hervorragende Laufbahnen ein»

In der Schweiz herrscht kein Anspruch auf Homeschooling. Die Reaktionen zum Bundesgerichtsurteil fallen kontrovers aus.

Christian Rensch, 10vor10 SRF

Das Bundesgericht setzt ein weiteres Zeichen gegen Homeschooling und für den Besuch einer Schule. Beschwert hatte sich die Mutter eines hochbegabten Kindes.

Claudia Blumer, BaZ

In der Schweiz besteht laut Bundesgericht kein verfassungsmässiger Anspruch auf Homeschooling. Betroffene sind zutiefst enttäuscht und wütend.

Sven Würgler, Nau.ch

Jael Bischof hat es als Kind genossen, den Schulstoff zu Hause vermittelt zu bekommen. Heute tut sie es ihren Eltern gleich und schlüpft gemeinsam mit ihrem Mann in die Lehrerrolle: Ihre fünf Kinder haben noch nie ein Klassenzimmer betreten – sie lernen im Hausunterricht, sich selbst zum Lernen zu motivieren.

Migros-Zeitung, Sabine Lüthi

Die Zahl der Zuhause unterrichteten Schüler steigt an. Der Regierungsrat sieht darin kein Problem, wie er in einer Stellungnahme schreibt. Durch «Homeschooling» spart der Kanton Tausende von Franken.

Luzerner Zeitung, Ernesto Piazza

Elias Villiger ging bei seinen Eltern zu Hause in die Schule – und wurde zum besten Maturanden seines Jahrgangs

Home-Schooling ist politisch unter Druck. Die privateste aller Privatschulen hat mit Misstrauen und Vorurteilen zu kämpfen. Dabei kann sie sehr erfolgreich sein.

NZZ, Claudia Wirz

Basler Eltern wehren sich vor Bundesgericht gegen einen ablehnenden Entscheid des Erziehungsdepartements. Dieses will verhindern, dass ihr hochbegabter Sohn, der angeblich gemobbt wird, zu Hause statt in einer Klasse unterrichtet wird. Das Appellationsgericht stützte den Behördenentscheid, doch die Eltern haben das Urteil weitergezogen.

Basellandschaftliche Zeitung, Samuel Hufschmid

Weil ihr hochbegabtes Kind, nachdem es eine Klasse übersprungen hat, in der Schule gemobbt wird, wollen es die Eltern selbst unterrichten. Doch das ist in Basel nur mit entsprechender Bewilligung möglich – und eine solche wurde den Eltern verwehrt.

Aargauer Zeitung, Samuel Hufschmid