Education à Domicile Suisse

Familie Bischof, Kanton Zürich

Familienvorstellung

Familie Bischof verbindet das Arbeiten, Spielen, Lernen, Reisen und die Muse im gemeinsamen Leben miteinander. Dazu gehören Vater Marcel / Treuhänder FA und Mutter Jael / Treuhänderin FA mit Anna (12), Linda (11), Angelina (8), Lucia (4) und Marcel (2). Wir wohnen im Kanton Zürich in Thalheim an der Thur.

Bildung zu Hause

Ich, Jael, habe Bildung zu Hause als Kind kennen und schätzen gelernt. Glücklicherweise war mein Mann auch begeistert von dieser Art die Kinder zu bilden und darum gingen unsere Kinder nie zur Schule.

Wir lernen ganz unterschiedlich. Es gibt Fähigkeiten, die wir klassisch am Schulpult erarbeiten, wie zum Beispiel Mathe. Einige Dinge lernen wir im Alltag: kochen, nähen, gärtnern und Kinder hüten. Wieder andere Fertigkeiten lernen wir in unserem Treuhandbüro: Kassenbuch führen, Steuererklärungen einscannen und Büromaterial auffüllen.

Oft sind wir an Ausflügen mit anderen Kindern, die ähnlich gebildet werden. Wir besuchen einen Kurs zum Thema Spurensicherung im Technorama. Oder nehmen an einer Führung teil, die uns im Schloss Habsburg das Mittelalter näher bringt. Auch am Flughafen und bei der Rega waren wir schon. So funktioniert Bildung am Tatort.

Damit das Spielen mit Gleichaltrigen nicht zu kurz kommt, haben wir ein riesiges Trampolin und einen Sandkasten im Garten. Da treffen sich oft Kinder aus dem Dorf und auch andere Bildung zu Hause Kinder. Mindestens 3 Mal pro Jahr haben wir andere Kinder über mehrere Tage bei uns zu Besuch. Das erweitert den Horizont und gibt lehrreiche und fröhliche Erlebnisse.

Beim Arbeiten mit unseren Kindern – mein Mann und ich teilen uns diese Aufgaben – merken wir, dass eine pädagogische Ausbildung nicht notwendig ist, denn das 1:1 Betreuen erfordert andere Fähigkeiten, als das Führen von 20 gleichaltrigen Kindern. Hilfreich ist eine pädagogisch ausgebildete Person, die einem mit Rat und Tat zur Seite steht.

Der Staat hat ein berechtigtes Interesse daran, gebildete Bürger zu haben. Darum sind wir dafür, dass er dies mit geeigneten Massnahmen sicherstellt. Das Modell des Kantons Bern ist in der Praxis am besten geeignet für Familie und Staat.



Familie Limacher, Kanton Luzern

Familienportrait

Familie Limacher hat sich das passende Leben geschaffen!

Seit knapp zwei Jahren sind sie eine Homeschooling Familie.

Der älteste Sohn, 16 Jahre alt, schliesst im Sommer die obligatorische Schulzeit ab und startet in eine Lehre. Die zwei jüngeren Kinder, Sveva, 14 Jahre und Lorin, 10 Jahre alt, besuchen seit Sommer 2017 nicht mehr die öffentliche Volksschule Kriens im Kanton Luzern.

Sie beide sind mit der Betreuung ihrer Kinder eingebunden. Er arbeitet als Goldschmied EFZ und sie als Kindergärtnerin.

Bildung zu Hause

Vor zwei Jahren war der Punkt erreicht, wo es für uns immer schwieriger wurde die Kinder für den neuen Schultag zu motivieren. Lustlosigkeit, Desinteresse und Angst machte den Start am Morgen zu einer Herausforderung. Die Kinder waren öfter krank und gingen nicht in die Schule.

Wir suchten nach neuen Wegen. Eine Privatschule kam aus finanzieller Sicht nicht in Frage.

Als wir vom Homeschooling hörten begannen wir die nötigen Schritte einzuleiten. Wir haben eine Lehrerin gefunden. Die Kinder besuchen nach den Vorgaben des Kantons Luzern die entsprechenden Stunden bei ihr.

Sie geniessen die frei einteilbare Zeit für ihre individuellen Interessen und haben einen selbst zusammengestellten Wochenplan. Wir erleben die Kinder jetzt als glückliche und wachsende Menschen. Sie gehen mit offenen Sinnen in die Welt hinaus.

Tanzen, Reiten, Unihockey, Fussball sind Sportarten, welche unsere Kinder mit Elan bestreiten. 

Sie gehen regelmässig in den Wald und turnen mit anderen Homeschool Familien. Die Kinder der Nachbarschaft und Freunde sind regelmässige ihre Gäste und übernachten auch bei ihnen oder umgekehrt.

Die Meerschweinchen, Katzen und Hühner bereichern ihr Alltag und bilden ein Lernfeld um Verantwortung zu übernehmen.

Diese Lernform begeistert uns. Die Angst und die Lustlosigkeit sind verschwunden und dieFreude am Lernen ist zurückgekehrt. Wir sind erleichtert über diese positive Entwicklung. Eine freie realisierbare Bildungswahl mit finanziellem Ausgleich auch in der Oberstufe ist unser grosser Wunsch.